Die Führungskräfte aus den Einsatzeinheiten der Malteser bei der Führungskräftetagung der Malteser im Erzbistum Köln
Die Führungskräfte aus den Einsatzeinheiten der Malteser bei der Führungskräftetagung der Malteser im Erzbistum Köln
März 2009, Köln/Euskirchen

Tagung des Katastrophenschutzreferates

Malteser fordern stärkere Einbindung in die tägliche Gefahrenabwehr statt mehr Verwaltungsaufwand

79 ehrenamtliche Führungskräfte

aus Einsatzeinheiten der Malteser nahmen am 28. Februar an einer Tagung des Katastrophenschutzreferates der Malteser im Erzbistum Köln teil.

Im Euskirchener Kreishaus wurden sie vom stellvertretenden Diözesangeschäftsführer und Katastrophenschutzreferenten Wilfried Esser auf den aktuellen Stand der Neuordnung des Katastrophenschutzes in NRW gebracht.

"Die Verantwortlichen in den Ministerien dürfen das Ehrenamt nicht überfordern", war denn auch die Botschaft von Wilfried Esser an Bund und Land. Denn die Anforderungen und Umsetzung der Ausbildungsrichtlinien der Innenministerien in Berlin und Düsseldorf würden für Ehrenamtliche immer schwieriger. Gleichzeitig würde der Verwaltungsaufwand stetig steigen. "Das schreckt viele Führungskräfte ab, Verantwortung zu übernehmen".

Ihre Leistungsfähigkeit und das sehr hohe Qualitätsniveau hätten die Ehrenamtlichen in den Einsatzeinheiten erst jetzt wieder bei den vielen Einsätzen rund um den Karneval bewiesen. "Wir wollen aber nicht nur alle Festtage, wenn wirklich nichts mehr geht, in den Einsatz", unterstrich Esser ganz deutlich. Erst sehr wenige Kommunen und Kreise wie Euskirchen würden die Einsatzeinheiten routiniert in die tägliche Gefahrenabwehr integrieren. Da wäre noch viel Spielraum im Hinblick auf eine Steigerung der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt. Im Erzbistum Köln engagieren sich über 1.200 Helferinnen und Helfer in 19 Einsatzeinheiten. Sie sind zuständig für Sanitäts- und Betreuungseinsätze sowie die technische Unterstützung und die Führung von Einsätzen.

Diözesanleiter Hubertus Graf von Plettenberg dankte den Helferinnen und Helfern für ihr wertvolles Engagement in diesen so wichtigen Einsatzeinheiten. Euskirchens Kreisbrandmeister Udo Crespin, der seit Jahren ein verlässlicher Partner der Malteser weit über den Kreis hinaus ist, versicherte den Maltesern auch weiterhin seine Unterstützung und lobte die große Professionalität der Einsatzeinheiten der Malteser.

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