Der Glaube, der sehend macht.
Der Monat März ist geprägt von der Fastenzeit. Fastenzeit ist Vorbereitungszeit, Vorbereitungszeit auf Ostern. Helfen kann uns dabei die folgende Heiligungsgeschichte des Blindgeborenen aus dem Johannesevangelium.
(Kurzfassung von Joh 9, 1-6).
?Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst?
Ober haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde?
Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt,
sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.
Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der
mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er
mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen
und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach!
Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und
wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen?.
Der Bericht über die Heilung des Blingeborenen ist anschaulich. Die Schilderung ist leicht verständlich. Jesus sieht den blinden Mann betteln; er geht auf ihn zu, bestreicht ihm die Augen, schickt ihm zum Teich; der Blinde geht hin, wäscht sich und sieht wieder. Wir können fragen:
Weshalb muss alles so umständlich geschehen? Jesu Worte hätten doch genügt.
Nun wissen wir, dass wir unterscheiden müssen zwischen der Schilderung in ihrer vordergründigsten Bedeutung und der geistigen Wirklichkeit, die mit der Schilderung gemeint ist. Die Heilung des Blindgeborenen will erreichen, dass sich jeder von uns sagt:
1. Ich bin blind; ich bin ein Blindgeborene.
2. Wenn ich Jesus begegne, dann werde ich sehend.
3. Bin ich wirklich sehend?
Im meinem Beruf habe ich mit sehr vielen und den verschiedensten Menschen zu tun; mit Gläubigen und Ungläubigen, mit solchen die zur Kirche gehen und solchen, die nicht gehen, die beten und die nicht beten. Ich habe mit Menschen zu tun, die auf Religion und Kirche etwas halten, und solchen, die nichts davon halten. Wo und wie begegnet mir Jesus, der meine Blindheit weg nehmen kann?
Gelegentlich geschieht es im Leben, dass wir sagen, es ist mir ein Licht aufgegangen. Es kann bei einem Gespräch geschehen; es kann im Umgang mit einem Menschen geschehen, dessen Haltung uns beeindruckt und von dem wir erfahren, dass er ein gläubiger Mensch ist, es kann sein, dass ich durch eine Sendung am Fernsehen zum Fragen komme usw.
Wir bereiten uns auf Ostern vor. Diese Zeit soll uns helfen, Sehende zu werden. Dies wünsche ich Ihnen von Herzen
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