Navigation
Malteser in der Erzdiözese Köln

Integration hunderttausender Flüchtlinge: Schon der Anfang entscheidet über den Erfolg

München. Schon die ersten Wochen des Aufenthaltes von Flüchtlingen in Deutschland entscheiden mit darüber, ob ihre Integration auf lange Sicht gelingt. Nach Ansicht von Experten müssen dafür in Deutschland bessere Voraussetzungen geschaffen werden. Außerdem gelte es, zwischen politischem Asyl für Verfolgte und gezielter Arbeitsmigration zu unterscheiden.

17.09.2015
Malteser Migrationskonferenz zur „Zukunft der Migration – Was ist unsere soziale Verantwortung in einem globalen Dorf?“ in München am 16. September 2015. V.l.n.r: Albrecht Freiherr von Boeselager, Großkanzler des Malteserordens, Michael Brand (CDU, MdB), Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Argentina Szabados, Direktorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Deutschland, Peter Frey, ZDF-Chefredakteur und Moderator der Diskussion. Foto: Malteser/ Öland
Malteser Migrationskonferenz zur „Zukunft der Migration – Was ist unsere soziale Verantwortung in einem globalen Dorf?“ in München am 16. September 2015. V.l.n.r: Albrecht Freiherr von Boeselager, Großkanzler des Malteserordens, Michael Brand (CDU, MdB), Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Argentina Szabados, Direktorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Deutschland, Peter Frey, ZDF-Chefredakteur und Moderator der Diskussion. Foto: Malteser/ Öland

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Michael Brand (CDU), sagte auf einer Migrationskonferenz am 16. September 2015 in München: „Integration von Flüchtlingen auf der einen und die Zuwanderung aus wirtschaftlicher Not auf der anderen Seite müssen in ihrer Unterschiedlichkeit wahrgenommen und entsprechend organisiert werden.“  Zuwanderern und Flüchtlingen müsse ebenso wie der aufnehmenden Gesellschaft eine verlässliche Perspektive für die Zukunft angeboten werden.
 
Sebastian Schilgen, Geschäftsführer der Malteser Werke, einer der größten Hilfs- und Betreuungsorganisationen für Asylsuchende in Deutschland, erklärte: „Wir haben die Betreuung der Menschen erweitert und bieten testweise bereits in den ersten Wochen einen Sprachkurs an, geben Orientierungshilfen zur Bewältigung des Alltags und führen ganz früh ein Jobscreening durch.“  Nur mit längerfristigen Aufträgen seitens Bund, Ländern und Kommunen aber seien die Hilfsorganisationen in der Lage, qualifizierte Mitarbeiter in der Flüchtlingsbetreuung einzusetzen und damit die Chance der Integration zu verbessern. Die Standards sollten regelmäßig überprüft und angepasst werden.
 
Die Direktorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Deutschland, Argentina Szabados, sagte: „Integration ist keine Einbahnstraße. Die Fähigkeit von Migranten, sich zu integrieren, hängt ab von der Akzeptanz der aufnehmenden Gesellschaft. Die Gesellschaft muss sich ebenfalls an die neue Situation anpassen, nicht nur der Migrant.“
 
Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis hatten am Mittwoch auf Einladung der deutschen Assoziation des Malteserordens und der Václav-Havel-Stiftung „Forum 2000” die Herausforderungen von Flucht und Armutswanderung erörtert. Die eintägige Konferenz stand unter dem Titel „Zukunft der Migration – Was ist unsere soziale Verantwortung in einem globalen Dorf?“ 
 

 

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE26 3706 0193 1201 2100 18  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7
Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V.