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Malteser in der Erzdiözese Köln

Staatsministerin Özoğuz: „Ehrenamtliches Engagement ist tragende Säule der Integration“

01.09.2016
Der direkte alltägliche Kontakt zwischen Helfern und Migranten ist entscheidend für das Miteinander und die ehrenamtlichen Helfer sind die „tragende Säule“ der Integration. (Foto: Denker/Malteser)
Der direkte alltägliche Kontakt zwischen Helfern und Migranten ist entscheidend für das Miteinander und die ehrenamtlichen Helfer sind die „tragende Säule“ der Integration. (Foto: Denker/Malteser)

Berlin. Der Akzent seitens der Politik war eindeutig: Die Ehrenamtlichen seien die „tragende Säule“ der Integration. Der direkte alltägliche Kontakt zwischen Helfern und Migranten sei entscheidend für das Miteinander, so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und Staatsministerin Aydan Özoğuz als Gast des Malteser Auftaktabends zum Demografiekongress. Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer der Malteser Deutschland, nahm die Vorlage gerne auf: „Die Ehrenamtlichen leisten bereits Großartiges, aber sie brauchen immer auch hauptamtliche Koordinatoren, um sich ganz auf die hilfsbedürftigen Menschen einlassen zu können.“

An mehr als 60 Standorten haben solche „Malteser Ehrenamtskoordinatoren für die Integrationsarbeit“ ihre Arbeit bereits aufgenommen. Özoğuz und Harnoncourt waren sich darin einig, dass es ein zentraler Auftrag in der Integrationsarbeit ist, die Geflüchteten auf ihre Chancen hinzuweisen, ihnen Wege zu eröffnen und sie gezielt für ein selbstverantwortetes Leben in Deutschland zu stärken. Dafür sei das Ehrenamt unverzichtbar.

Aydan Özoğuz: „Die Politik kann Gesetze erlassen und Strukturen schaffen, aber das menschliche Gesicht und die Atmosphäre, wie wir Geflüchtete aufnehmen, das entscheidet sich vor Ort. Die Malteser haben hier Hervorragendes geleistet – im Hauptamt und im Ehrenamt. Ich freue mich, dass mit unserer Förderung der Ehrenamtskoordinatoren das Engagement nachhaltig gestärkt wird.“ Es seien gerade die direkten Kontakte zu Flüchtlingen, die das gute Klima in der Gesellschaft erhalten und auch immun gegen Vorurteile vom Stammtisch oder rechten Rand machen. Das meint auch Harnoncourt: „Das persönliche Gespräch baut Vorurteile und Vorbehalte auf beiden Seiten ab.“ Daher sei es Aufgabe der Hilfsorganisationen wie der Malteser und ihrer ehrenamtlichen Helfer, auf den Einzelnen zuzugehen und ihm zur Seite zu stehen.

Mit Blick auf den Demografiekongress warnte Özoğuz vor falschen Erwartungen an die Politik: „Selbst wenn viele, die bleiben werden, in den Arbeitsmarkt kommen sollten, wird das nicht unser demografisches Problem lösen. Die Politik sollte neben dem Asylverfahren vernünftige Einwanderungsregeln für Fachkräfte-Migration definieren und endlich ein leistungsfähiges Einwanderungsgesetz beschließen.“  

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