Navigation
Malteser in der Erzdiözese Köln

Bedburg: Hilfstransport in die Ukraine nach Ivano-Frankiwsk

Die Malteser aus Bedburg planen einen Hilfstransport in die Ukraine nach Ivano-Frankiwsk. Die Westukrainische Stadt liegt 300 Kilometer hinter der polnischen Grenze.

08.03.2017

Vor zwei Jahren überschlugen sich die Ereignisse in der Ukraine. Nach monatelangen Protesten gegen die Regierung eskalierte die Situation im Februar 2014 endgültig, Präsident Janukowytsch flüchtete, eine neue Regierung wurde gebildet. Russland annektierte die Halbinsel Krim, im Osten des Landes kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen. Das flächenmäßig größte Land innerhalb Europas Grenzen ringt um Frieden und Stabilität. Vor allem das Gesundheitssystem und die sozialen Strukturen leiden noch immer seit dem Ende der Sowjetunion.

Im Dezember 1990 begann der Malteser Hilfsdienst auch in der Ukraine aktiv zu werden. Große Unterstützung haben die dortigen Malteser in den deutschen Partnern gefunden. Mit der Ankunft eines Hilfsgütertransport und einigen freiwilligen Helfern aus Deutschland im Jahr 1991 begann eine enge Zusammenarbeit und langjährige Partnerschaft, vor allem mit den Maltesern aus dem Bistum Trier. Gemeinsam wurde und wird die Verteilung von Hilfsgüterpaketen (mit Lebensmitteln, Babynahrung, Medikamenten, Krankenhausausrüstung, Spielzeug, Kleidung und Hygieneartikeln) im Raum Ivano-Frankiwsk organisisert und durchgeführt.

Nach dem Start der Malteserarbeit im Jahr 1991 in der Stadt Ivano-Frankiwsk wurde 1996 die gemeinnützige Organisation „Malteser Hilfsdienst“ in der Region gegründet. Um ihrer Aufgabe - der Hilfe von Bedürftigen - nachzukommen, greifen die Malteser auf Ausrüstung zurück, die aus Mitteln der Organisation und teilweise aus Deutschland finanziert wird. Erste-Hilfe Materialien, die Feldküche sowie mehrere Fahrzeuge sind wichtige Hilfsmittel vor Ort. Bei Lagern, Pilgerfahrten und anderen öffentlichen Veranstaltungen, im Einsatz als Rettungsassistenten oder als Zuständige für die Verpflegung, können die Malteser so vor Ort Präsenz zeigen. In Mariupol und Kiew wird zum Beispiel täglich eine warme Mahlzeit an Kriegsflüchtlinge ausgegeben, gekocht in Feldküchen von Malteservolontären. Auch für Krisen und Naturkatastrophen sind die Malteser in der Ukraine ausgerüstet und vorbereitet.

Unterstützung gesucht!

Derzeit suchen die Malteser in Bedburg eine ukrainische Familie aus der Region rund um Ivano-Frankiwsk, um sich ein genaues Bild der derzeitigen Lage vor Ort zu machen. Dafür nutzen sie u.a. die sozialen Netzwerke und hoffen auf rege Unterstützung der Öffentlichkeit.

Am 4. Juni 2017 soll es los gehen: geplant ist ein Hilfstransport mit Hygieneartikeln, Rollstühlen, Gehilfen und Sanitätsmaterial sowie finanziellen Spenden für die Krisenregion Iwano-Frankiwsk. Außerdem soll die Feldküche vor Ort an den Malteser Hilfsdienst gespendet werden um damit die Versorgung in den Lagern zu unterstützen.

 
Kontakt: Telefon 02272 - 1010 oder - 1212 sowie E-Mail info(at)malteser-bedburg(dot)de

 

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE26 3706 0193 1201 2100 18  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7
Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V.