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Malteser in der Erzdiözese Köln

Interview: „Authentisch bleiben und die eigenen Wurzeln nicht vergessen“

Kai Vogelmann (Leiter Presse und Kommunikation sowie Landespressesprecher der Malteser in NRW) traf sich auf eine Tasse Kaffee mit dem "Kölschen Fründ" Jörg C. Topfstedt (Geschäftsführender Gesellschafter der Deutsche R+S Dienstleistungen GmbH).

14.07.2017
Kai Vogelmann, Leiter Presse und Kommunikation sowie Landespressesprecher der Malteser in NRW (links), traf sich auf eine Tasse Kaffee mit dem Kölschen Fründ Jörg C. Topfstedt, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutsche R+S Dienstleistungen GmbH (rechts). Foto: Malteser
Kai Vogelmann, Leiter Presse und Kommunikation sowie Landespressesprecher der Malteser in NRW (links), traf sich auf eine Tasse Kaffee mit dem Kölschen Fründ Jörg C. Topfstedt, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutsche R+S Dienstleistungen GmbH (rechts). Foto: Malteser

„Kölsche Fründe. Das hört sich ein wenig nach Kölschem Klüngel an“. Auf meine erste flapsige Feststellung nach der Begrüßung in seinem Büro in der Kölner Südstadt bricht Jörg Chr. Topfstedt schnell das Eis und kontert überzeugt. Köln sei nicht klüngeliger als andere Städte. „Wir machen das hier aber erfolgreicher“.
 
Seit vier Jahren unterstützt der Geschäftsführende Gesellschafter der Deutsche R+S Dienstleistungen GmbH mit seinen „Kölschen Fründen“ die Arbeit der Malteser in der Domstadt. Egal ob auf dem Weihnachtsmarkt oder auf dem Golfplatz, der Freundeskreis zeigt Flagge und engagiert sich. Aber so, dass jeder sehen könne, wohin sein Engagement und seine finanzielle Unterstützung fließe. „Vor ein paar Jahren sah ich in Köln-Kalk ein Kind, das in einer Mülltonne nach etwas Essbarem suchte. Da war für mich klar, dass ich etwas tun muss“. Beschreibt er die ausschlaggebende Szene in seinem Leben. Danach ging es ganz schnell. Zunächst waren sie vier Freunde, die sich gegen Kinderarmut in der ansonsten reichen Stadt Köln stark machten. Heute ist es ein loses Netzwerk vieler Unternehmer und wirklicher Prominenter. Schon kurz nach der Gründung des Freundeskreises kam es auch zu persönlichen Begegnungen mit den Maltesern, und seit vier Jahren arbeiten sie zusammen. „Das ist eine Partnerschaft, die schon viel bewegt hat“, ist Victor M. Lietz aus der Diözesangeschäftsstelle Köln begeistert. Über 250.000 Euro haben die Kölschen Fründe in dieser kurzen Zeit für die Arbeit der Malteser zur Verfügung gestellt. Längst pflegen beide einen vertraut freundschaftlichen Umgang. „An den Maltesern gefällt mir, dass sie nah an den Menschen sind“, bringt es Jörg Chr. Topfstedt auf den Punkt. Die "satt & schlau" Mittagstische für Kinder, wo sich übrigens auch Heike Jungwirth, Ehefrau eines weiteren Kölschen Fründes, ehrenamtlich engagiert, der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen oder die Malteser Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz,  – das sind Projekte der Malteser ganz nach dem Geschmack der Kölschen Fründe. Die Hilfsbereitschaft unter dem Unternehmernetzwerk in Köln sei groß, weiß der erfolgreiche Unternehmer und begnadete Netzwerker, der auch im Kölner Karneval und beim FC zuhause ist. Aber das Konzept müsse stimmen. Genauso wie die Transparenz des jeweiligen Partners. Und die gefalle ihm bei den Maltesern. "Wir wissen, was mit unserem Geld passiert“.

Dabei gehe es Jörg Chr. Topfstedt in erster Linie um die Sache und nicht um den roten Teppich. „Profilneurotiker und C-Prominente mag ich nicht, die kosten nur Zeit und Geld“. Man müsse authentisch bleiben und dürfe die eigenen Wurzeln nicht vergessen. Auch das gefällt ihm an den Maltesern. Die lange Traditionslinie bis in das Heilige Land in der Zeit der Kreuzzüge und die zeitgemäße tatkräftige Auslegung der alten Ordensregel in der heutigen Zeit, dem in Not geratenen Nächsten zu dienen. „Wenn Sie 4500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, dann müssen Sie auch glaubwürdig sein und dürfen nicht vergessen, dass diese Menschen Ihren Unternehmenserfolg mit verantworten“, gibt er mir den Ratschlag mit auf den Weg, dass die Malteser den Weg weiter verfolgen sollen, den sie mit den Kölschen Fründen eingeschlagen haben. Die nächste Station auf diesem Weg soll ein neuer Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen für die Kölner Region sein. Wieder ein Projekt, wo jeder Unterstützer ohne große Umschweife sehen könne, dass seine Hilfe ohne wenn und aber ankomme.

Danke für diese großartige Tasse Kaffee!
Kai Vogelmann, Leiter P+Kom-NRW

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