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Malteser in der Erzdiözese Köln

Welthospiztag 2017: Malteser Hospizdienste erhalten hohe Anerkennung

Kurz vor dem heutigen Welthospiztag am 14. Oktober hat die Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland den Maltesern eine hohe Wertschätzung erwiesen. Sie hat den Maltesern die Berechtigung erteilt, eigene Projekte mit einem geschützten Erkennungssiegel zu kennzeichnen.

14.10.2017
Rund 3600 ehrenamtliche Malteser der über hundert ambulanten Hospizdienste verbringen ihre Zeit mit schwerstkranken Patienten, betreuen und begleiten sie auf dem Weg bis zum Tod. (Foto: Malteser)
Dieses Kennzeichen dürfen die Malteser künftig für eigene Projekte im Zusammenhang mit Trauer, Tod und Sterben verwenden. (Grafik: Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland)

Das Siegel darf nur von ausgewählten Organisationen verwandt werden und trägt den Schriftzug: „Initiative zur Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland und ihrer Handlungsempfehlungen“.

In dieser Charta verpflichten sich u. a. die Malteser, dass sie sich dafür einsetzen, ein Sterben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen. Insbesondere wirken die Malteser den Bestrebungen nach einer gesetzlichen Erlaubnis des Tötens auf Verlangen entgegen. Stattdessen soll für die sterbenskranken Menschen und ihren Angehörigen in der Gesellschaft eine Perspektive der Fürsorge und des menschlichen Miteinanders entwickelt werden. Der Tod und die Trauer sollen nicht verdrängt werden. Stattdessen ist dem Sterben und der Trauer als Teil des Lebens in Politik und Gesellschaft eine gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Das Siegel soll die Charta und ihre Handlungsempfehlungen ins öffentliche Bewusstsein bringen. Es soll motivieren, eigene Ideen zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen zu entwickeln und bekannt zu machen. Nur Vereinigungen aus dem Begleitgremium der Koordinierungsstelle, wie z. B. die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin oder der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband dürfen das Siegel verwenden.

Franziska Kopitzsch, Leiterin der Koordinierungsstelle: „Die Malteser sind die einzige Organisation, die nicht im Begleitgremium der Charta sitzt und trotzdem das Recht zur Nutzung des Kennzeichens erhält. Die Malteser haben sich in den letzten Jahren außerordentlich für den Charta-Prozess engagiert. Darüber hinaus sind sie als überregionale Organisation Mitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband. Daher erhalten die Malteser ebenfalls ie Berechtigung zur Kennzeichnung ihrer Projekte im Bereich Sterben, Tod und Trauer, die sich an der Charta und ihren Handlungsempfehlungen orientieren.“

Dirk Blümke, Leiter der Malteser Fachstelle für Hospizarbeit, Palliativmedizin & Trauerbegleitung: „Wir danken der Koordinierungsstelle für das Vertrauen, dass sie uns Maltesern entgegenbringt. Es ist für uns eine gute Motivation, beharrlich auf dem Weg weiter zu gehen, Menschen ein Sterben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen. Wir werden der Koordinierungsstelle regelmäßig berichten, für welche Maßnahmen, Projekte oder Initiativen wir das Siegel verwenden. So können diese in den Fortschrittsbericht aufgenommen werden, den die Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland einmal im Jahr der Bundesregierung schickt.“ Die Koordinierungsstelle wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Die Malteser betreiben bundesweit über 60 ambulante Hospizdienste für Erwachsene und ein Hospiz in Duisburg. Dazu kommen rund 35 Hospizdienste für Kinder und Jugendliche. Trauerbegleitungsangebote für alle Altersstufen gehören in der Regel zum Angebot der örtlichen Hospizdienste. An den über 100 Standorten sind es rund 3600 ehrenamtlich engagierte Malteser, die den sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Zeit und Zuwendung schenken.

Weitere Informationen unter:

http://www.malteser-hospizarbeit.de/hospizarbeit/ambulante-hospizarbeit-erwachsene.html
http://www.malteser-hospizarbeit.de/hospizarbeit/ambulante-hospizarbeit-kinder-und-jugendliche.html

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