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Malteser in der Erzdiözese Köln

Mobile Flüchtlingsbetreuung in der Diözese Köln

Die Mobilteams unterstützen geflüchtete Menschen bei den typischen Herausforderungen, die der Alltag in einem fremden Land an sie stellt.

16.08.2018
Schnell etwas im Internet recherchieren und erklären – Die Mobilteams unterstützen bei typischen Herausforderungen, die der Alltag in einem fremden Land an geflüchtete Menschen stellt.
Schnell etwas im Internet recherchieren und erklären – Die Mobilteams unterstützen bei typischen Herausforderungen, die der Alltag in einem fremden Land an geflüchtete Menschen stellt.

Die hauptamtliche Flüchtlingsarbeit der Malteser hat sich in den vergangenen zwei Jahren sukzessive verändert. Der Betrieb von Einrichtungen wird nach und nach an die Malteser Werke überführt. Dafür engagiert sich der Hilfsdienst stärker in der dezentralen Betreuung und Unterstützung von Geflüchteten in den Kommunen. Im Gegensatz zu den Erstaufnahmeeinrichtungen und Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes sind in den kommunalen Sammelunterkünften häufig keine ständigen Betreuungsteams vor Ort. Darüber hinaus finden immer mehr geflüchtete Menschen eine eigene Wohnung und sind somit von den vorhandenen Unterstützungsstrukturen zunächst abgeschnitten. Städtische Sozialarbeiter können mit ihren Sprechstunden nur einen Bruchteil der vielfältigen Bedarfe der Geflüchteten abdecken. Daher haben die Malteser in der Diözese Köln ein weiteres Konzept entwickelt, das passgenau diese Lücke in den Kommunen schließt: die Malteser Mobilteams. Diese dezentralen Betreuungsteams sind in städtischem Auftrag bislang in drei Kommunen aktiv: seit Sommer 2016 in Bornheim und Wesseling sowie seit April diesen Jahres auch in Rheinbach. Je nach Bedarf vor Ort sind bis zu drei Fachkräfte an fünf Tagen in der Woche in den kommunalen Unterkünften präsent.

Die Mobilteams unterstützen die Menschen bei den typischen Herausforderungen, die der Alltag in einem fremden Land an sie stellt. Sie begleiten zu Arzt- und Behördenterminen, unterstützen bei der Arbeits- und Wohnungssuche, helfen bei der Kommunikation mit Schulen und Kindergärten und stehen den Geflüchteten generell mit Sprachmittlertätigkeiten sowie Informationen über Angebote von Vereinen, Initiativen, Bildungsträgern etc. vor Ort zur Seite. Die ortskundigen Mitarbeiter arbeiten stets Hand in Hand mit kommunalen Stellen sowie dem ehrenamtlichen Integrationslotsendienst.

Die Erfahrung zeigt, dass die Malteser Mobilteams eine zuverlässige und professionelle Ergänzung zu den vorhandenen lokalen Unterstützungsstrukturen darstellen. Alle Mitarbeiter in den Mobilteams haben selbst einen Migrationshintergrund und sprechen die unter den Flüchtlingen am häufigsten vertretenen Sprachen. Durch diese kulturelle Nähe zwischen Betreuer und Betreuten entsteht schnell ein Vertrauensverhältnis und ein positiver Anreiz ganz nach dem Motto: „Du kannst es auch schaffen, Deutsch zu lernen und hier Fuß zu fassen!“ Ziel des Konzeptes ist es, die Eingewöhnung in die deutsche Gesellschaft zu begleiten und schrittweise zu einem selbständigen und selbstbestimmten Leben in Deutschland zu befähigen. Aufgrund der positiven Erfahrungen und des weiterhin bestehenden Hilfebedarfs planen die Malteser in der Diözese Köln, den Dienst weiter auszubauen.

 

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