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Malteser in der Erzdiözese Köln

62 Jahre aktiv bei den Maltesern: Danke, lieber Johannes Saurbier aus Düsseldorf!

Die Malteser verneigen sich vor dem Düsseldorfer Ehrenamtler Johannes Saurbier, der nach 62 Jahren aktiven Dienst am 29. September 2019 offiziell verabschiedet wurde.

01.10.2019
Die frühere Generaloberin Elisabeth Gräfin Spiess von Büllesheim (mitte)mit Johannes und Hildegard Saurbier.
Joachim Werries dankt Johannes Saurbier für dessen großes Engagement
Johannes Saurbier mit Achim Schmitz, stv. Diözesangeschäftsführer
Vizepräsident Albrecht Prinz von Croy und Moderator Klaus Ringleb
Kollegen seit den frühen Anfängen: Johannes Saurbier mit Horst Tophofen
Johannes Saurbier mit Diözesangeschäftsführer Martin Rösler (mitte) und Engelbert Tubes (links)

Ob als Schirrmeister der Düsseldorfer Malteser, der sich gewissenhaft um Material und Fahrzeuge kümmerte oder als Betreuer im Sanitätsdienst, der auch in höherem Alter noch eigenständig „mal eben“ 1.600 Kilometer mit dem Auto nach Medugorje fährt, jener im Südwesten von Bosnien und Herzegowina liegenden Ortsgemeinschaft, in welcher die Malteser seit mehr als 20 Jahren regelmäßig Rettungs- und Sanitätsdienste betreiben. Johannes Saurbier war jederzeit zum Helfen bereit. Bei Wallfahrten ans schwarze Meer, nach Polen, nach Rom oder Kevelaer, bei der Abwicklung des Transports sowie dem Auf- und Abbau der Malteser Grabtuch-Ausstellung, überall war der heute 80-Jährige Johannes Saurbier im Einsatz. Am 29. September 2019 wurde der beliebte Malteser nun offiziell verabschiedet.

„Den Geist der Malteser sehe ich im religiösen Ansatz ihres Handelns“, so Saurbier, dessen Motivation für sein langjähriges Engagement von jeher im christlichen Auftrag lag. Johannes Saurbier ist ein Arbeitstier. In über sechs Jahrzehnten hat sich der Mann mit den geradezu sagenumwobenen zupackenden Händen immerzu für andere Menschen eingesetzt. Seine stets hilfsbereite, zuverlässige und liebenswerte Art hat ihn über die Grenzen seiner Düsseldorfer Gliederung hinaus bekannt gemacht. Geschätzt und geliebt, als erfahrener Mensch und Malteser mit Vergnügen um Rat gefragt, hat er nur allzu gerne gewirkt und geschafft, getan und gemacht.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung, die mit einer Messe in der päpstlichen Basilika St. Margareta, in Saurbiers Heimatgemeinde, zelebriert von Pfarrer Msgr. Boss, am Morgen begann und in einem anschließenden besonderen Rahmenprogram im Pfarrsaal weiterging, wurde das Malteser-Urgestein gefeiert. Eigens angereist war nicht nur die ehemalige Generaloberin Elisabeth Gräfin Spiess von Büllesheim aus Freiburg. Auch Malteser aus umliegenden Gliederungen kamen zur Verabschiedung des besonderen Kollegen. So auch Klaus Jakubaschk, ein Weggefährte aus Vietnam, wohin Saurbier im Alter von 27 Jahren gerade frisch verheiratet im Jahr 1966 für die Malteser gemeinsam mit seiner Frau Hildegard reiste, um inmitten der Kriegswirren ein Jahr lang humanitäre Hilfe zu leisten. Durch den Nachmittag führte zudem Klaus Ringleb nicht ohne die Erwähnung von einigen humorvollen Begebenheiten aus der gemeinsamen Malteser-Vergangenheit, die ihn mit Saurbier verbindet.  

Die spezielle Dankbarkeit, die man für Johannes Saurbiers Wirken empfindet, wurde deutlich in den Ansprachen des Düsseldorfer Stadtbeauftragten, Joachim Werries, sowie des Vizepräsidenten Albrecht Prinz von Croÿ und des Vorsitzenden des Vorstandes des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Elmar Pankau. So würdigte Werries die gesamte Familie Saurbier, da die besondere Lebensleistung hinter Saurbiers Engagement auch eine solche sei, die seine Familie mitgetragen habe. „Es braucht immer einen, der vorangeht und der die Sache in die Hand nimmt“, so Werries. Auch Vizepräsident Albrecht Prinz von Croÿ machte deutlich, was der langjährige Malteser für die Hilfsorganisation geleistet hat und dankte herzlich. „Ihr wart immer zur Stelle und habt gearbeitet wie die Berserker, ihr wart das Rückgrat, habt die Malteser geprägt, über die Grenzen von Düsseldorf hinaus, Ihr habt auch mich persönlich geprägt“, sagte Dr. Elmar Pankau in seiner an das Ehepaar Saurbier gerichteten Rede. Diözesangeschäftsführer Martin Rösler und sein Stellvertreter Achim Schmitz hatten es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, dem scheidenden Ehrenamtler höchst persönlich ihre Anerkennung und ihren Dank zum Ausdruck zu bringen.

Der vierfache Vater und elffache Großvater möchte sich nun verstärkt der Familie sowie seinem Haus und Garten widmen. „Da ist immer Arbeit da“, lacht der gelernte Schreinermeister. Für die Grabtuchausstellung will sich der fleißige Johannes aber auch künftig immer wieder mal ein wenig Zeit nehmen. Nach 62 Jahren aktiver Zeit im Ehrenamt ist ein Stopp von Hundert auf Null auch nicht ganz leicht.

Danke, lieber Johannes Saurbier für mehr als 60 Jahre Ehrenamt bei den Maltesern!

 

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