Großübung in Bonn: Katastrophenschutzkräfte trainierten Patientenversorgung und strategischen Patiententransport

Im Mittelpunkt der großangelegten Katastrophenschutzübung standen die Versorgung einer größeren Zahl verletzter und erkrankter Menschen sowie deren Weitertransport in geeignete Krankenhäuser.
Im Mittelpunkt der großangelegten Katastrophenschutzübung standen die Versorgung einer größeren Zahl verletzter und erkrankter Menschen sowie deren Weitertransport in geeignete Krankenhäuser.
Fotos: Martin Webelhaus
Bei der Übung, die federführend durch die Bundesstadt Bonn geplant und durchgeführt wurde, arbeiteten Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk, Feuerwehr und Rettungsdienst eng zusammen.

Bei der Übung, die federführend durch die Bundesstadt Bonn geplant und durchgeführt wurde, arbeiteten Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk, Feuerwehr und Rettungsdienst eng zusammen. Das Übungsszenario ging von der Ankunft eines Lazarettzuges mit einer größeren Anzahl verletzter und erkrankter Personen im Stadtgebiet Bonn aus. Nach der Übernahme der Patientinnen und Patienten trainierten die Einsatzkräfte deren Sichtung, medizinische Erstversorgung und Weiterverteilung. Ziel war es, bewährte Strukturen und Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen und das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen weiter zu stärken.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten strategischen Patiententransport. Dieser kommt immer dann zum Einsatz, wenn Patientinnen und Patienten aus einem Schadensgebiet in andere Regionen verlegt werden müssen – etwa, um das dortige Gesundheitssystem zu entlasten und eine angemessene medizinische Versorgung sicherzustellen. Solche Lagen können beispielsweise durch Pandemien, Naturereignisse, Großschadensereignisse oder andere außergewöhnliche Krisensituationen entstehen.

Im Verlauf der Übung wurden unter anderem der Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes, die Übergabe von Patientinnen und Patienten an Rettungsmittel, der Transport durch Trägertrupps sowie die Koordination von Bereitstellungsräumen und Rettungsmittelhalteplätzen geübt. Auch die Einbindung überörtlicher Transportkomponenten war Bestandteil des Szenarios.

Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Übungsablauf lageangepasst durchgeführt. Auf dem Übungsgelände standen zahlreiche Schattenplätze, Lüfter und Abkühlmöglichkeiten zur Verfügung. Die Betreuungseinheiten sorgten zudem für eine hitzeangepasste Verpflegung der Übenden. Um die Lage jederzeit im Blick zu behalten und die Übung entsprechend steuern zu können, nutzte die Übungsleitung unter anderem Drohnenbilder. Ergänzend waren psychosoziale Unterstützung der Malteser aus dem Rhein-Sieg-Kreis für die Übenden sowie eine vorgeplante Notinstandsetzung Teil der wichtigen Hintergrundstrukturen.

„Großübungen wie diese sind ein wichtiger Baustein, um im Ernstfall schnell, strukturiert und wirksam helfen zu können“, sagt Patrick Farrenschon, Leiter Notfallvorsorge der Malteser im Erzbistum Köln. „Sie zeigen, wie wichtig eine gute Vorbereitung, verlässliche Zusammenarbeit und das Engagement unserer haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind,“ so Farrenschon. 

Mitmachen: Fass dir ein Herz und komm ins Ehrenamt!

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