Mit dem Ziel, den Schulsanitätsdienst weiter zu stärken, fand am 16. Januar ein Austausch im Innenministerium NRW statt – auf Einladung von Innenminister Herbert Reul und Schulministerin Dorothee Feller. Dort kamen die großen Hilfsorganisationen zusammen, um sich zur Zukunft des Schulsanitätsdienstes in NRW auszutauschen. Der Austausch geht zurück auf das Engagement von Innenminister Reul beim vergangenen Schulsanitätsdienst-Tag (SSD-Tag) der Johanniter-Jugend NRW. Sein Wunsch: Ein gemeinsames Gespräch aller Organisationen, die den Schulsanitätsdienst im Land tragen und weiterentwickeln. Das Treffen bot Raum für einen konstruktiven Dialog mit dem Ziel, den SSD landesweit nachhaltig zu stärken und weiterzudenken.
Malteser bringen Expertise aus der Praxis ein
Für die Malteser nahmen Anna Klein, SSD-Referentin der Diözese Köln, sowie Michael Zilgens, SSD-Referent der Diözese Aachen, an dem Austausch teil. Beide sind seit Jahren intensiv in der Ausbildung, Begleitung und Weiterentwicklung von Schulsanitäterinnen und -sanitätern aktiv. In das Gespräch brachten sie Einblicke aus dem Schulalltag, Herausforderungen bei der Ausbildung und Ideen für zukünftige Kooperationen ein.
Schulsanis leisten unverzichtbare Arbeit
Deutschlandweit verzeichnet die DGUV jährlich über 1,1 Millionen Schul- und Schulwegunfälle, davon mehr als 280.000 in NRW. Dazu kommen kleinere Verletzungen, Sportunfälle und akute Erkrankungen. Schulsanitäterinnen und -sanitäter übernehmen in solchen Situationen Verantwortung: Sie leisten Erste Hilfe, unterstützen das Lehrpersonal und sorgen für mehr Sicherheit im Schulalltag. Ihre umfangreiche Ausbildung vermittelt ihnen Kompetenzen, die weit über das Kleben von Pflastern hinausgehen – praxisnah, verantwortungsbewusst und alltagsrelevant.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern in NRW, die sich täglich mit großem Verantwortungsbewusstsein einsetzen. Ebenso danken wir unseren engagierten SSD-Ausbilderinnen und Ausbildern, die ihr Wissen in die Schulen tragen, junge Menschen qualifizieren und sie auf ihrem Weg begleiten – zu echten Alltagsheldinnen und Alltagshelden.
Verpflichtender Unterrricht im Bereich der Laienreanimation
Mit der geplanten Einführung eines verpflichtenden Laienreanimationsunterrichts ab Klasse 7 setzt NRW ein starkes Zeichen für noch mehr Sicherheit und Handlungskompetenz junger Menschen. Wie die Malteser diesen Prozess begleiten und welche Schritte das Land hierzu bereits unternommen hat, lesen Sie im Beitrag „Bewegung beim Thema verpflichtender Laienreanimationsunterricht“.